Gamescom 2014 – zwischen zwei Welten

Der folgende Artikel erscheint 8-9 Monate später als geplant und wurde von mir bereits damals angefangen und nun fertiggestellt, da mir dies doch sehr am Herzen lag. Auch wenn ich stellenweise ein wenig übertreibe erfahrt ihr hier (fast) alles über die Anstrengungen unseres letzten Gamescom Besuches. Ehrlich & ungeschönt! Disclaimer: Wie ihr mich kennen solltet, ist eigentlich fast alles nicht so richtig ernst gemeint. Zwar schreibe ich das ungern dazu, aber einige Passagen machen diesen zusätzlichen Hinweis vielleicht nötig 😉 .

Gamescom Logo

Die Gamescom – unendliche Weiten. Und alle voll mit Menschen, zumindest an den Publikumstagen. Jedes Jahr zieht es über 300 000 Menschen nach Köln, vordergründig natürlich, um die neusten Spiele anzuzocken. Doch eigentlich geht es um viel mehr. Die Gamescom ist ein Gefühl, ein Erlebnis, ein Ereignis. Ein Ort, an dem sogar das Nerdshirt über diese uralte Nischenserie verstanden wird, die übrigens auch total unterbewertet ist und nur aus miesem Kapitalismus und Quotendruck abgesetzt wurde. Ein Platz, an dem sich Menschen wie Anime Figuren anziehen können, ohne eingewiesen zu werden und an dem die Bratwurst übrigens von einem berühmten Fernsehkoch ist und wahrscheinlich auch deshalb 4€ kostet. Jedem der dreihunderttausend Menschen ist vollkommen klar, dass er mehrere Stunden warten muss, nur um 10 Minuten im Frankreich zur Zeit der französischen Revolution, den zerklüfteten Landschaften Draenors oder dem überraschend stark bevölkerten Mond zu verbringen – und doch ist er hier. Gäbe es Steigerungen von überfüllt und ohrenbetäubend, sie wären hier besser aufgehoben als irgendwo sonst, das betreten einer der großen Hallen gleicht einem audiovisuellen Overkill. Schon die gigantischen Stände, mit ihren lebensgroßen Spielfiguren, haushohen Werbetafeln und sogar Panzern und Flugzeugen, stillen in gewisser Weise das Bedürfnis nach den Spielen, für die sie stehen. Der Weg ist das Ziel für die wartende Meute, ausgerüstet mit Campingstühlen, Cola, mobiler Spielekonsole und Smartphone. Alle 10 Minuten geht es wieder 20cm nach vorn, nach 2 Stunden wirken die Trailer der Nachbarstände wie diese Simpsons-Folgen, die man quasi schon nachquatschen kann. Die Stimmung ist trotzdem gut, man kennt sich inzwischen. Nur ob jetzt Call of Duty oder Battlefield, Xbox One oder Playstation 4, da wird man sich auch nach mehreren Stunden nicht so ganz einig.

chrisggkoeln14

Zwischen zwei Welten

(c) Gamescomwear.com

Doch das ist nur die eine Seite der Messe, die andere findet abseits des großen Trubels statt. Hinter den Kulissen geht es um Termine, Termine, Termine, Journalisten und die, die sich dafür halten, sind bei „Hands-ons“, „Meetings“ und in „First Looks“ um schließlich haufenweise oberflächlicher „Previews“ zusammenzuschustern. Publisher vereinbaren Deals mit Entwicklern und Handelsvertretern, umgarnen letztere und besagte Pressevertreter mit T-Shirts und Call of Duty Kaffeetassen. Hier muss niemand „2K“, „Ubisoft“ oder gar „Waltraud“ rufen um irgendeinen Krempel mitzunehmen und wahrscheinlich hat niemand genug Schlüssel, um alle Lanyards zu nutzen, die er zugesteckt bekommt. Im exklusiven Gamescom Business Shop gibt es Golfbälle statt Turnbeutel, exklusive Kugelschreiber für 49€ statt der 3,50€ Version der Entertainment Area. Ein schicker Anzug ist hier für die meisten Pflicht, eine Hand immer, das Sakko nach hinten schiebend, in der Hosentasche – das strahlt ein gewisses Selbstverständnis aus, um nicht zu sagen Grazie – und es macht den Skylanders-Blog Schreiber Chris in seiner kurzen Hose (ich glaub das soll sogar ne Badehose sein), seinem grellgelben T-Shirt, der Basecap und dem gefälschten Stoff-Gill Grunt zum Fremdkörper.

Mittags halb 1 beim Burgerbrater

Dienstag, 7 Uhr, Hauptbahnhof Bremen – zwei müde Gestalten verpassen beinahe ihren Zug nach Köln. Nach drei eher unspektakulären Stunden Fahrt stehen sie wie jedes Jahr vor dem weltbekannten Dom, zugegebenermaßen beim x-ten mal nicht mehr ganz so spektakulär, und, noch viel wichtiger, vor noch nicht selbst durchforsteten Spielwaren- und Elektronikläden. Könnte ja irgendwo mal ein grüner Scorp, ein silber-goldener Stink Bomb oder eine andere „Treasure Hunt“-Variante versteckt sein – wehe mir erzählt jetzt jemand, dass das eh sinnlos ist, dann gibt’s aber Ärger für’s Träume zerstören!

Da der Check-in im Luxushotel ohne Fernseher erst am Nachmittag möglich ist, geht nach einem Stadtbummel erstmal zum Burger King Restaurant König, einen Happen essen und eben auf dem Laptop checken, ob das Gamescom Presskit schon raus ist. Am Ende wäre es immer wesentlich einfacher, von zu Hause aus die Bilder und Neuigkeiten aus diesem Paket zu veröffentlichen. So pardox es ist, vor Ort ist man immer der letzte, der die Welt informiert. Und was muss man sehen? Activision kündigt eine Tablet Version von Skylanders Trap Team an, inklusive Hands-on einiger ausgewählter Pressevertreter, hier in Köln – dabei wären wir doch sogar schon vor Ort gewesen. Da war es dann noch leichter die inzwischen kalten Pommes hinunterzuschlucken, als die Enttäuschung. Aber es muss ja weitergehen, es stehen ein paar anstrengende Tage mit viel, viel Warterei und plattgelaufenen Füßen an. Was man nicht alles für das Spiel, dass man so liebt, und natürlich dessen Fans, macht. Rührend, nicht?

Nach weiterem Rumgebummel in Köln geht es dann ab ins Hostel, durch die absurden Messepreise müssen wir uns jedes Jahr auf’s Neue überraschen lassen, was man für gerne mal 100€ oder mehr pro Nacht zur Gamescom Zeit bekommt. Nachdem ich bereits in Yokohama im 15. Stock eines Hochhauses zu zweit mit einem Freund auf 8m² gehaust habe, inklusive Fahndungsfotos und öffentlicher Duschen im Erdgeschoss, schockt mich ja nichts mehr so richtig. Immer wenn ich mich über Haare auf dem Kissen, das halbe Farbspektrum abdeckende Schimmelpilze in der Dusche oder Ikea Matratzen vom Model Steinhartø aufregen will, sehe ich die zwei tätowierten mutmaßlichen Yakuza Mitglieder vor mir, wie sie mir klar machen, dass alles okay wäre und ich mich wieder in mein Zimmer verziehen solle, als ich durch ihr rumgebrülle geweckt um 2 Uhr Nachts meinen Kopf aus dem selbigen recke. Aber ein Fernseher darf es dann schon sein, den gibt es sogar im Knast liebe Hostelbetreiber. Und vernünftiges W-LAN kann heutzutage ja auch nicht zu viel verlangt sein – da wäre ja die Verbindung zum Anschluss der Wohnung gegenüber stärker.

Tag 2 – geht dann mal los

Die eigentliche Action startet natürlich immer erst am Mittwoch, dem Tag für Fachbesucher, deren Kinder, Enkel, Cousins zwölften Grades, verschollene Onkel, entfernte Bekannte aus Timbuktu (ihr wisst schon, da wo der Hund aus Garfield und die Aristocats mal hin sollten) sowie alle anderen, die sich zwar keine Arbeit mit Videospielen machen, aber gerne an einem angenehmeren Tag über die Gamescom flanieren und enstprechende Kontakte haben. Morgens um 7 geht es dann zum Hyatt Regency Cologne, in dem Activision residiert, um die Karten abzuholen, wir haben also ernsthaft 3 Monate vorher die Reise gebucht, ohne überhaupt Karten für die Messe zu haben. Und was gibt es schöneres, als direkt aus den mit einem Bettlaken bedeckten Sprungfedern zu hüpfen, um in T-Shirt und Shorts in das teuerste Hotel der Stadt zu stiefeln, begrüßt durch den eisernen Blick des Portiers mit seinen Calvin Klein Unterhosen: Deine Armut kotzt mich an – oder so ähnlich. Das Besondere in diesem Jahr: Activision stattete uns mit Ausstellertickets aus, wir durften also bereits um 8 Uhr die heiligen Hallen betreten, während der Pöbel die werten Journalisten mit ihren „Redaktionen“* und „Kamerateams“ wie Kinder vor der ersten Spassbaderöffnung des Sommers an den Drehkreuzen drängeln – für alles andere gibt es Mastercard.

IMG_1661

Erste Station ist ohne wenn und aber der Skylanders Stand, eben die hohen Herrschaften, die ich übrigens wirklich wirklich sehr schätze, begrüßt, die Birne am Mini-Stand angestoßen (hey, echt ne witzige Idee, aber bitte nächstes mal mit Schaumstoffpolsterung), den echten Rasen bewundert und ein paar Fotos gemacht. Nein, wir haben hier keinen Stand, den man mit den Auftritten von World of Warcraft oder Fifa 2135 vergleichen kann, aber aus den Mitteln die man zur Verfügung hat, hat man viel auf die Beine gestellt. Zwar hat man sich in der Familienhalle eingerichtet, die breite Masse der Zielgruppe geht aber eben eher auf die Toggo Tour. Am Stand merke ich schnell, dass ich moderner werden muss: Im Jahr 2015 bin auch ich bei Instagram angekommen, in Zukunft wird es jede Menge Bilder direkt von solchen Events in’s Netz geben. Zwar habe ich schon bei dieser Gamescom reichlich Material gefilmt und Teile davon auch veröffentlicht, beim nächsten mal wird das aber auf jeden Fall deutlich ausgebaut. Man lernt jedes jahr dazu – wenn ich nicht frage, ob ich etwas filmen darf, kann es mir auch niemand verbieten. Das ist nämlich schlicht Grund, warum ihr bei uns keine Bilder oder Videos zum Pop-up Shop der Business Area gesehen habt und somit auch nicht die neuen Verpackungen und das Merchandise, obwohl es sonst jeder Hans und Franz gepostet hat. Mitgedacht hat man auch und klebte die Muster hinten alle ab, damit man auch ja keine unangekündigten Figuren entdecken kann. Ich gebe es ja zu – einen Moment habe ich wirklich gedacht, dass sie das offizielle Lösungsbuch ausstellen. Meinen dummen Blick, als sich herausstellte, dass es innen lediglich der Castlevania 2 Guide war, hättet ihr sicher gerne gesehen.

Sei’s drum, nach etwa zwei Stunden Skylanders Trap Team geht es auch schon zum Präsentationstermin bei den Anzugträgern, von denen sich vor allem einer richtig viel Zeit nimmt – er sei an dieser Stelle herzlichst gegrüßt! In der Activision Business Area dürfen natürlich auch bekannte Persönlichkeiten aus der Spieleindustrie nicht fehlen, unter anderem saß dort der CEO von Sledgehammer Games und zeichnete mit beiden Händen gleichzeitig einen Gorilla. Nicht schlecht. Viel interessanter für uns waren aber Lou Studdert, Production Coordinator bei Activision für Skylanders, Paul Reiche III, CEO bei Toys for Bob und Karthik Bala, CEO bei Vicarious Visions – da durften Erinnerungsfotos natürlich nicht fehlen, breites Grinsen inklusive. Das davor entstandene Interview konnte ich aufgrund mieserabler Tontechnik nicht veröffentlichen, auch das sollte in diesem Jahr nicht mehr vorkommen – ihr werdet also nie erfahren, was die beiden auf dem Bild da geantwortet haben, als ich gefragt habe, ob sie in ihrer Arbeitszeit inzwischen nur noch ihre goldenen Wasserhähne polieren.**

paulkarthikchris

Echte Fanliebe: So eng hat die beiden wahrscheinlich noch kein anderer Interviewer an sich gedrückt

Wenn ihr euch schon immer gefragt habt, wie so eine Präsentation eigentlich aussieht, sorge ich nun für Aufklärung. Hereingebeten werden, sich vorne hinlümmeln, weil sich sonst keiner traut direkt bei den Entwicklern zu sitzen, einen live kommentierten Teil eines Kapitels ansehen, eventuell Fragen stellen (für gewöhnlich frage ich mehr als die anderen zusammen), selber spielen bis man rausgeworfen wird. Normalerweise ist letzteres kaum nötig, da 80% der „Fachbesucher“ nur eine Minute lieblos auf dem Gamepad herumdrücken, ich selbst lasse mich gerne mit Nachdruck aus dem Raum bitten, ich stehe einfach auf diese Sonderbehandlung. Wer wirklich mehr erfahren will als nur das, was eben alle an diesem Tag von den Präsentatoren zu hören bekommen, der braucht dieses gewisse Selbstbewusstsein an der Grenze zur Aufdringlichkeit, das mir zu eigen zu sein scheint – vielleicht hilft auch ein gefälschter Stoff-Gill Grunt und ein Outfit aus Karl Lagerfelds finstersten Albträumen.

Denn genau diesem, aus einer Geldfalle (auch Kirmes-Greifautomat genannt) geretteten und inzwischen liebgewonnenen Polyester-Freund ist es zu verdanken, dass Andrea Green, Director of International Licensing and Partnerships uns anspricht. Am Ende des Gesprächs, als klar wurde, dass wir hauptsächlich wegen Skylanders da sind, gibt sie uns sogar eine Trap Team Tasche & einen Geldbeutel zum verlosen mit, zu einem Zeitpunkt an dem das Zeug noch nirgendwo auf der Welt veröffentlicht wurde. Nie hätte ich gedacht, dass eine so wichtige Person in diesem Unternehmen sich Zeit für uns nimmt – Andrea wird es zwar nie lesen und die Wahrscheinlichkeit, dass man sich noch einmal sieht, ist wohl eher gering, aber trotzdem an dieser Stelle: Danke Andrea, du bist ein helles Licht der Menschlichkeit in einer Business Area, in der oft nicht die Begeisterung für die gezeigten Spiele, sondern eben der „Business“-Gedanke dominiert. Als ich zum Abschluss sage, dass wir jetzt eigentlich einen Call of Duty Termin haben, es aber nicht so aussieht, als würde das pünktlich klappen, sagt sie mir noch, ich müsse mich eben durchsetzen – diese Frau weiß sicher, wovon sie redet.

Ein weiteres Highlight ist das anschließende und etwa zweistündige Gespräch mit Lou Studdert, Production Coordinator bei Activision für das Skylanders Franchise, für das ich den Call of Duty Termin einfach mal so richtig gerne sausen ließ. Dieser Mann ist echt, er ist authentisch, er ist genauso Mitarbeiter wie Fan des eigenen Produkts. Und leider ist er auch mit allen PR-verseuchten Wassern gewaschen – trotz meiner ausgefeilten rhetorischen Tricks lässt er sich nicht dazu verleiten, Dinge zu verraten, die noch nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollen. Außerdem ist er clever genug, sich nicht von anderen Gesprächspartnern ablenken zu lassen, als er mir noch einmal persönlich das neue Skylanders Kapitel im Präsentationsraum zeigt – in dieser Version ist nämlich die komplette Figurenliste enthalten. Keine drei Sekunden ließ er mich aus den Augen, der alte Fuchs. Nur fair, dass unser Gespräch sein Mittagessen um mindestens eine Stunde nach hinten verschiebt! Ach ja, und Fling Kong haben wir trotzdem entdeckt.

Peter Lomberdi – nie wieder duschen

Dem eigentlichen Highlight des Tages, nein, der Reise, oder nein, meines Lebens, widme ich eine eigene Überschrift. Fußgängerzone Köln, 14 Uhr, die Sonne scheint, Frisur hält. Ein Gartenzwerg rempelt mich, eine Barbie Puppe hinter sich herziehend, von der Seite an und schneidet mir den weg ab. Kurz bevor mir der Kragen platzt, strahlt ein unnatürlich helles Licht von oben auf den Übeltäter – es ist… dieser eine da… von der Show mit dem natürlich gebräunten Modern Talking Sänger. Genau, Peter Lombi…dings. Niemand geringeres als, Sekunde, nochmal Google anwerfen, DSDS Star Pietro Lombardi hat mich berührt. Yes! Es versteht sich von selbst, dass ich seither nicht mehr geduscht habe. Der abgehalfterte Casting Show Flop Chartdauerbrenner tourt mit seinen Hits durch Deutschland und begeistert das kritische Publikum der Toggo Tour mit seinen zahlreichen Songs, viele davon heute bereits als Klassiker verschrien. Die fehlende Entschuldigung – geschenkt, sicher sind ihm jede Menge imaginärer Autogrammjäger auf den Fersen. Deswegen sind wohl auch diese absurden Menschenmengen in der Innenstadt: es besucht eben ein Weltstar die Domstadt am Rhein.

Same procedure as every year, Chris

Schon morgens um 7 checken wir am Donnerstag aus unserem Hostel aus. Ob alles gut gewesen wäre, werde ich gefragt, wohl wissend, dass die Frage in einem Hostel mehr eine Höflichkeitsfloskel ist. Deshalb lasse ich auch die Fremdhaare auf den Betten unerwähnt, waren ja sowieso unterdurchschnittlich viele für diese Preisklasse. „Ja, alles gut, bis auf das WLAN, das war Mist“. Nun hätte ich sowieso nicht erwartet, dass sich etwas ändert, aber die Antwort „Ja gut, aber gibt ja schlimmeres, oder?“ hatte ich aber dann doch nicht auf dem Radar. Etwas schlimmeres als schlechtes WLAN? Ich war mir immer sicher, dass meine Rot-Kreuz-Spenden an WLAN-Bedürftige in Afrika gehen.

gefaengniszelle

Den folgenden Tag verbringen wir dann aber trotzdem nochmal auf der Gamescom, inklusive Gepäck, aber hauptsache alles ist so günstig wie möglich, Bahnfahrt, Unterbringung, Verpflegung, Ausrüstung – das ist alles nicht günstig, schon gar nicht zu Messezeiten. Jetzt ist auch Zeit für ein paar andere Spiele. Welche das im Einzelnen waren, weiß ich auch nicht mehr so genau, so gut scheinen sie also nicht gewesen zu sein. Bloodborne und Lords of the Fallen waren auf jeden Fall dabei, an so einem stark besuchten Tag schaut man sich am besten einfach Spiele an, bei denen nicht mehr Menschen als Polygone zu sehen sind. Gerne wäre ich trotzdem noch einen weiteren Tag geblieben, bei einer kleinen Skylanders Veranstaltung für die Medienpartner und ihren Anhang hätte es ein signiertes Skylanders Comic gegeben – als großer Fan und Abonnent der monatlichen Stories wäre das ein krönender Abschluss gewesen. Aber was soll man machen, die Reise bucht man 3-4 Monate vorher, die Termine erfährt man quasi kurz bevor man in den Zug einsteigt.

Big Business

Auch an diesem Tag besuchen wir den Activision Stand in der Business Area – allein schon wegen der kostenlosen Getränke. Außerdem dürfen wir noch eine volle Stunde in aller Ruhe Destiny anspielen, wenn man schonmal da ist, nimmt man gerne alles mit. Bei einer kleinen Pause werden wir ungewollt Zeuge eines absurd anmutenden Dialoges: Ein Journalist beschwert sich bei einem Kollegen, dass man ihn nicht mehr zu einem Termin in eine der Publikumshallen ließ. Die Entertainment Area war zu diesem Zeitpunkt so überfüllt, dass man aus Sicherheitsgründen niemandem mehr hinein ließ – aber was sind schon Menschenleben, der Mann hat einen Termin! In der Entertainment Area! Am Donnerstag Nachmittag! Was für eine tolle Idee!

Am Ende ist die Gamescom irgendwie immer total cool, spannend und aufregend – wenn man gerade nicht vor Ort ist. In der Realität sind die Publikumshallen, also die sogenannte Entertainment Area, mindestens von Donnerstag bis Samstag so voll, dass von einem gemütlichen Probespielen so garkeine Rede sein kann. Es ist stressig, anstrengend und stellenweise frustrierend. Ein ehrlicheres Messe-Motto wäre wohl „Laut, überfüllt & trotzdem geil“ – wir sehen uns 2016.

* und Rechtsabteilungen, durch die sie sich trauen können jeden Leak einfach so zu veröffentlichen

Eine Abschluss-Anekdote

Einen hab ich da noch: Als wir vor Ort unseren Interview-Termin wahrnehmen wollten, war weder uns, noch den anwesenden PR-Gestalten klar, mit wem wir es eigentlich führen sollten. Zwar hatte ich noch bis kurz zuvor versucht, dies mit der für uns zuständigen Presseagentur zu klären, da hatte man jedoch ebenfalls keine Ahnung. Nach wildem Gewusel an der Rezeption zog uns eine junge Dame vor eine Tür und bat uns zu warten, Eric wäre wahrscheinlich unser Gesprächspartner und hätte gleich Zeit. Der gute „Eric“ ist übrigens Eric Hirshberg, CEO von Activision Publishing. Nach kurzzeitigem Herzstillstand erlöste sie mich, und schob uns eine Tür weiter – zu zwei sehr entspannten CEOs von Toys for Bob und Vicarious Visions.

activisionlogo

Ein riesiger Dank gilt Activision, die uns regelmäßig zur Gamescom einladen – ohne die kämen wir nämlich garnicht an Pressetickets!

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